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Die Anlegestelle für Leser und (angehende) Autoren
Die Anlegestelle für Leser und (angehende) Autoren
31. Aug
In nicht allzu ferner Zukunft wird ein Gerät entwickelt, das es ermöglicht, in die Traumwelt eines Menschen einzudringen. Shared Dreaming ist der englische Ausdruck, gemeinsames/geteiltes Träumen. Statt das Gehirn im Traum walten zu lassen in seinem Zirkel des gleichzeitigen Erschaffens einer Umgebung und der Wahrnehmung derselben, greifen die Eindringlinge in den Schaffensprozess ein und generieren ein Umfeld nach ihren Wünschen.
Das Opfer ahnt nichts von diesem Eingriff und seine mentalen Barrieren sind geschwächt. Die ideale Angriffsfläche um dem Opfer Informationen zu extrahieren, die es lieber für sich behalten würde. Kontodaten, Passwörter, Betriebsgeheimnisse, geheime Pläne, die Liste liesse sich endlos weiter führen.
Dom Cobb (Leonardo di Caprio) ist ein Extraktor. Nicht irgendeiner, sondern einer der besten überhaupt. Eine seiner gängigsten Methoden ist es, nicht in der regulären Traumwelt zu verweilen, sondern noch eine Ebene tiefer nach Informationen zu suchen. Dort ist die Abwehr des Opfers noch schwächer, aber die Extraktion erfordert mehr Fingerspitzengefühl.
Der Geschäftsmann Saito (Ken Watanabe) wird auf Cobb aufmerksam und bietet ihm einen gewagten Auftrag an: Es ist Gang und Gäbe Informationen aus den Gehirnen von wichtigen Personen zu extrahieren, aber wie verhält es sich mit dem Gegenteil, nämlich eine Information einzupflanzen, eine Inception?
Cobb ist nicht bereit, den Auftrag anzunehmen, bis ihm Saito anbietet, die Einreisesperre in sein Heimatland aufzuheben, wodurch Cobb endlich wieder seine beiden Kinder in die Arme schliessen, in ihre Gesichter sehen könnte.
Doch das Unterfangen ist keineswegs einfach. Es gab schon unzählige Versuche, eine Inception zu bewerkstelligen, aber alle endeten erfolglos. Alle bis auf eine einzige, wobei bei diesem Versuch das Ende ein fatales war. Aber Cobb sieht in Saitos Vorschlag die einzige Möglichkeit in sein Heimatland zurückzukehren, ohne lebenslänglich ins Gefängnis gesperrt zu werden. Er muss das Wagnis eingehen …
29. Aug
Mort ist ein eigenartiger Junge. Er denkt einfach zu viel, scheint zwei linke Hände zu haben und mehr Knie- und Ellenbogengelenke als jeder normale Mensch. Sein Vater ist verzweifelt. Mort sollte eine Lehre bei einem guten Meister absolvieren. Er hat das richtige Alter. Aber wer würde sich schon erbarmen, diesen Jungen aufzunehmen? Dennoch macht sich sein Vater mit ihm auf den Weg in die Stadt, um einen Lehrmeister zu finden.
Kurz bevor die beiden ohne Erfolg zurück nach Hause gehen wollen, nähert sich Mort ein schwarz gewandeter Reiter. Er führt eine Sense mit sich und als er über die Pflastersteine schreitet, klingt es wie wenn Stein auf Stein schlägt.
Der Vermummte ist an Mort interessiert und wie sich herausstellt, ist er niemand Geringeres als der Tod höchstpersönlich. DER Tod, der die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits begleitet. Er mag die rasche des Jungen und seine Fähigkeit Übernatürliches als solches zu akzeptieren, statt es zu ignorieren.
Mort erklärt sich einverstanden – was bleibt ihm für eine Wahl? – und zusammen reiten sie auf Tods Pferd Binky in die Nacht hinaus zu Tods Anwesen irgendwo im Nirgendwo, wo Mort das Handwerk des Sensenmanns erlernen soll.
26. Aug
Şten hätte sich für seine Dummheit ohrfeigen können. Aber leider war sein Käfig so eng, dass er nicht einmal mehr das konnte. Mitten im Wald hing er einige Meter über dem Boden, sein Rücken schmerzte wegen der unbequemen Sitzposition und alle Versuche, den Käfig gewaltsam zu öffnen, waren misslungen.
Er verfluchte Zorpads Spiessgesellen. Sie hatten zu gute Arbeit geleistet. Gerade als Şten überlegte, ob es angenehmer wäre zu verdursten oder von einem wilden Tier gefressen zu werden, hörte er dröhnende Schritte wie von einem Rudel Elefanten und tiefe, brummende Stimmen. Bis zum Verdursten würde es wohl nicht kommen.
Nochmals versuchte sich Şten zu befreien, aber es war zwecklos. Einen Augenblick glaubte er, dass die Monster an ihm vorüberzogen, aber es war nur sein Wunschdenken. Şten erschrak, als sich die vermeintlich wilden Tiere als Trolle zu erkennen gaben. Trolle? Hier? In seinem ganzen Leben hatte er noch keinen einzigen gesehen.
Grund, sich über die Entdeckung zu freuen, hatte er nicht. Sofort hatten ihn die Trolle entdeckt und der grösste unter ihnen wollte sich einen Spass daraus machen, Şten zu zerquetschen. Şten hörte sein letztes Stündlein schlagen, doch der Anführer gebot Einhalt. Sie seien auf der Suche nach Sonnenmagiern. An einen dünnen Strohhalm klammernd erklärte sich Şten bereit, sie auf ihrer Reise zu führen. Aber statt ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien, wie es sich Şten erhofft hatte, trugen ihn die Trolle einfach mitsamt seinem Käfig mit und machten sich auf den Weg.
Şten ächzte bei jedem Schritt vor Schmerzen und fragte sich, ob er nicht doch besser verdurstet wäre …
07. Aug
Unter dem Dreigestirn der Drachengöttinen lebten die Menschen mit den Drachen von Land, Luft und Feuer einst friedlich nebeneinander. Doch Drydd vom Wasser, der von der Ehre der drei Schwestern nichts abbekam, war neidisch geworden. Zusammen mit seinem Sohn Zarzunabas, dem Heerführer über untote Geister und Kadaver, schmiedete er einen Plan, um die Herrschaft der drei Schwestern zu brechen.
Phuram der Sonnengott, ein niederer Drache im Vergleich zum Dreigestirn, fristete ein trübes Dasein unter den drei Schwestern. Seine Macht war nur gering. Ohne sein Mittwissen bezog ihn Drydd in die schrecklichen Machenschaften mit ein. Phuram beging Verrat. Zwar konnte er die Schwestern nicht töten, aber er zerstückelte und bannte sie mit drei mächtigen Schwertern, deren unheiliges Metall nicht von dieser Welt stammte.
Phurams Macht wuchs schlagartig und er genoss seine Herrschaft, während die Welt unter seinen unerbittlichen Strahlen litt und starb. Doch nicht alles lief nach Phurams Wunsch. Er wurde mit einem Fluch belegt. Eines Tages würde sich ein Schleier über sein Antlitz legen und dreizehn Auserwählten aus den Reihen der Menschen die Möglichkeit bieten, die Drachengöttinnen zu befreien.
Natürlich treffen die Anhänger Phurams alle erdenklichen Vorkehrungen, damit dieser Tag nie eintritt. Zarzunabas selbst bewacht die Ruhestätte der drei Schwestern. Ein fein gesponnenes Netz aus Magie verwehrt jedem Drachen den Eintritt. Nur die Menschen können es passieren. Doch da sind noch die untoten Scharen des Kadaverfürsten und Eisschichten mit der Dicke von Jahrtausenden, die ein Durchkommen verunmöglichen.
Wird die Welt je von der Herrschaft Phurams befreit werden? Oder wird es ihm letzten Endes gelingen, jeden Flecken der Erde mit seinem strahlenden Feuer zu verbrennen?
03. Aug
Schreib über das, was du kennst.
Diesen Satz hab ich schon oft in Schreibratgebern gelesen, aber ich habe nie ganz begriffen, was er bedeutet. Bis jetzt zumindest …
Ich meine: Wenn du Fantasy schreibst oder Science-Fiction, wie sollst du dann über fabelhafte Wesen und Monster schreiben, über Magie oder dann über Raumschiffe, Androiden und Aliens? Das ginge doch gar nicht. Also habe ich den Satz einfach ignoriert und munter vor mich hinfantasiert in meinen Geschichten.
In folgendem Artikel mache ich mir Gedanken, dass es in diesem Satz nicht um Fachwissen geht, sondern um etwas sehr viel Zentraleres: Um den Menschen. Jede Geschichte handelt von Menschen (oder menschähnlichen Wesen), die miteinander und gegeneinander agieren und interagieren. Nimmt man den Rahmen einer Fantasy- oder Sci-Fi-Geschichte weg und betrachtet nur die Menschen, dann merkt man auf einmal, wie sie sich in ihren Grundzügen gar nicht so sehr von uns echten Menschen unterscheiden. Eigentlich überhaupt nicht.
Ich bin davon überzeugt, dass ein Autor nicht ein armer Irrer in seinem stillen Kämmerlein ist, der mit seinen Hirngespinsten ringt, sondern jemand, der mit offenen Sinnen durch die Welt marschiert, beobachtet, analysiert und seine Erkenntnisse bewusst oder unbewusst in seine Geschichten einflechtet.
Ohne echte Menschen, ohne echte Erlebnisse bewegst du dich als Autor im Kreis, wärmst immer wieder von neuem deine Figuren auf, die sich aus irgendwelchen bruchstückhaften Erinnerungen zusammensetzen, und erzählst dem Leser nichts, das er nicht bereits weiss.
Aus diesen Gedanken heraus nehme ich den erwähnten Satz auseinander und möchte dich an meinen Gedankengängen teilhaben lassen. Ich glaube, dass du als Autor mehr kennst, als du dir zutraust, wenn du nur ein bisschen besser hinschaust oder -hörst. Und vielleicht kann ich dich mit meinen Gedanken sogar zum Grübeln bringen.
Wenn du mehr wissen willst, lies meinen Artikel. Ich habe auch einige Beispiele parat, die meine Überlegungen veranschaulichen werden.
Ich wünsche viel Spass und freue mich auf deine Rückmeldung!
30. Jul
Math inside. Soll das eine Drohung sein? Das würde bedeuten, die Rechnung ohne Deutschlands smartesten Mathematikprofessor zu machen. Denn Günter M. Ziegler beweist in einem grandios unsachlichen Sachbuch: Mathe ist 8000 Prozent cool. Psst, wer erkennt die 119/100? Oder wer hat Lust auf eine Kurvendiskussion beziehungsweise die Formel für die „ideale Frau“? Oder lieber die für sexy Schuhe, Käsesandwich, Einparken? Sagen wir bald Zwanzigeins statt 21? Ist es wahr, 42 ist die Antwort auf alles? Günter M. Ziegler präsentiert das Angst-Grusel-Horror-Fach der Deutschen, wie Sie es noch nie gesehen haben: als abenteuerliche Gedankenreise und witzig-gelehrte Unterhaltung. In keinem Fall wird er Zahlen in den Raum stellen, um die Diskussion zu versachlichen. Bei Ziegler brauchen Sie keine Rechnung. Garantierter Frustrationsindex: Null. Denn eines ist klar: Wir können nicht alle unterdurchschnittlich sein in Mathe.
(Quelle)
21. Jul
Was für Joe Chip und seine Kollegen als routinemässiger Anti-Psi-Einsatz beginnt, endet in einem surrealen Albtraum. Ihr Chef Glen Runciter stirbt bei einem Bombenanschlag – doch ist er wirklich tot? Denn Chip empfängt merkwürdige Botschaften von ihm: Werbespots im Fernsehen, Graffitis an einer Toilettenwand, Kleingedrucktes auf Etiketten. Immer ist das Schlüsselwort in diesen Botschaften Ubik, offenbar eine Art Wundermittel, das dem zunehmenden Verfall der Welt entgegenwirkt. Und genau ein solches Mittel hat Chip nun bitter nötig, denn um ihn herum beginnen sich die Dinge in der Zeit zurückzuentwickeln – bis im Des Moines des Jahres 1939 die Ereignisse kulminieren …
(Quelle)
20. Jul
Wenn dieses Buch dich umbringen könnte – würdest du es dann lesen?
Als die Studentin Ariel Manto in einem Antiquariat auf eine Ausgabe von „The End of Mister Y“ stösst, traut sie ihren Augen kaum. Sie weiss, dass dieses Buch überaus selten ist. Und dass angeblich bisher niemand die Lektüre überlebt hat. Ariel glaubt nicht an Flüche. Unerschrocken vertieft sie sich selbst in die aberwitzige Geschichte des Mister Y, der mithilfe eines Elixiers in eine andere Dimension reist: die Troposphäre, sprich die Gedankenwelt der ganzen Menschheit. Ariel glaubt auch nicht an Wunderdrogen, dennoch startet sie einen Selbstversuch – und ahnt nicht, was sie dabei aufs Spiel setzt …
(Quelle)
20. Jul
Für Carl Streator gibt es nichts Schlimmeres, als Abends von der Redaktion nach Hause zu kommen und mitanhören zu müssen wie sich seine Nachbarn über, neben und unter ihm sich gegenseitig in Lautstärke zu übertreffen versuchen. Die eine hört ihre Spielshow in voller Lautstärke, damit sie das lauthalse Telefon des anderen überdeckt, während ein dritter seine Stereoanlage aufdreht um eine satte Geräuschkulisse um sich zu haben.
Es scheint Carls Schicksal zu sein, dass gerade er bei seinen Recherchen für die Zeitung in den Kinderzimmern verstorbener Kinder jedes Mal ein Liederbuch findet, aufgeschlagen auf Seite 27. Er erzählt seinem Boss von dem Lied auf Seite 27, trägt es ihm vor. Als sein Boss am nächsten Morgen nicht im Büro erscheint und nicht erreicht werden kann, ist es Carl etwas mulmig zumute. Die darauffolgenden Tage bringt er mehr oder weniger unfreiwillig diverse Leute um, weil ihm das Lied nicht mehr aus dem Kopf will, da entscheidet er sich, alle Exemplare dieses ungeheuerlichen Liedes zu suchen und zu vernichten.
Auf seiner Reise trifft er auf die Immobilienmaklerin Helen Boover Boyle, die das Lied ebenfalls kennt. Zusammen mit ihr, ihrer Sekretärin Mona, ein Alternativ-Hippie mit Hang zum Okkultismus, und deren Freund Oyster, ein Ökoterrorist, suchen sie die letzten verbliebenen Ausgaben des Schlafliedes, um dieser unberechenbaren Macht Einhalt zu gebieten …
10. Jul
Liebe Leser,
Ich bin ab Morgen für eine Woche in den Ferien (ohne Internet).Ich werde deshalb nicht dazu kommen, neue Artikel zu posten oder Kommentare freizuschalten. Sorry.
Aber nach den Ferien werde wieder voll einsteigen und einige Rezis nachliefern, die schon lange fällig sind.
Man liest sich …
~ Dani Vega